Historische Orte

Im 17. und 18. Jahrhundert machten die Wirren kriegerischer Auseinandersetzungen in Europa auch vor dem Gebiet des Dänischen Wohldes zwischen Eckernförder Bucht und Kieler Förde nicht halt. Während des „Großen Nordischen Krieges“ zwischen 1700 bis 1721 kämpften Schweden und Dänemark um die Vormacht in Nordeuropa. Das Gebiet des heutigen Schwedeneck soll den Schweden dabei als Brückenkopf gedient haben.

Diese alte, stattliche Eiche soll den Schweden dabei als Ausguck gedient haben.

Heute kennen wir diese ca. 750 Jahre alte Stieleiche auch unter dem Namen „Stiftseiche“, da sie neben dem 1669 für Alte und Arme errichteten Stiftsgebäude steht. Der Baum stammt aus dem „Isarnho“(Eisenwald), der als Urwald die gesamte Halbinsel des Dänischen Wohldes überzog.

Die „Schweden- oder Stiftseiche“ ist der stärkste Baum im Altkreis Eckernförde und als geschütztes Naturdenkmal eingetragen.

Die Gemeinde Schwedeneck verdankt ihren Namen der gemeinsamen Geschichte mit den Schweden aus dieser Zeit.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Schautafeln
am Strandniedergang hier in Dänisch Nienhof („Der Schwedenfriedhof“)  und
an der Eckernförder Straße zwischen Dänisch Nienhof und Stohl („Der Untergang der Hedvig Sophia“)

Im einem Teil des Waldgebietes von Dänisch Nienhof befindet sich ein Areal, dass bei den Einheimischen der „Schwedenfriedhof“ genannt wird. Zwei große Findlinge sollen den Eingang markieren. Wie kommt es zu diesem Namen?

Während des „Großen Nordischen Krieges“ von 1700 bis 1721 kämpften Schweden und Dänemark um die Vormacht in Nordeuropa. Das Gebiet des heutigen Schwedeneck soll den Schweden als Brückenkopf gedient haben.
Im Jahr 1715 wurde die schwedische Fregatte Hedvig Sophia nach einem Feuergefecht mit einer dänischen Übermacht vor der Küste des Dänischen Wohldes auf Grund gesetzt. Die Überlebenden gerieten in dänische Kriegsgefangenschaft.
Der Legende nach sollen die toten schwedischen Soldaten an Land gebracht und im Wald begraben worden sein.
Einen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt es allerdings nicht.
Der schwedische Historiker Malte Ericson hat sich in alten Archiven auf die Suche begeben und festgestellt, dass es trotz der guten Dokumentation über die Bestattung schwedischer Kriegsgefallener keinen einzigen Hinweis auf diese Region gibt.
Gefunden hat Ericson allerdings Aussagen darüber, dass im Jahr 1749 in Dänisch Nienhof die Rinderpest grassierte. Um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wurde verordnet, die toten Rinder weit ab von Wegen und Weiden zu begraben und das Areal einzufrieden. Das Gebiet im Wald nah der Steilküste schien dafür gut geeignet gewesen zu sein.
Mit der Zeit müssen sich Legende und Wirklichkeit miteinander vermischt haben, sodass heute noch immer vom „Schwedenfriedhof“ die Rede ist.
Die Gemeinde Schwedeneck verdankt ihren Namen der gemeinsamen Geschichte mit den Schweden aus dieser Zeit.

Quelle: Malte Ericson, Stockholm 1986, „Gibt es einen schwedischen Kriegsfriedhof in Schwedeneck?“, Landesarchiv E I 3344

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Schautafeln
an der Eckernförder Straße im Ortskern von Dänisch Nienhof („Die Schwedeneiche“) und
an der Eckernförder Straße zwischen Dänisch Nienhof und Stohl („Der Untergang der Hedvig Sophia“)

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